Auszubildende Elektroniker für Betriebstechnik
Die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik dauert dreieinhalb Jahre und führt zu Betrieb, Wartung und Instandsetzung elektrischer Anlagen. Die ausgeschriebenen Plätze liegen bei einem Verteilnetzbetreiber und beginnen im Ausbildungsjahr 2027.
14 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Auszubildende Elektroniker für Betriebstechnik verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 1.220 € | 1.350 € | 1.480 € | 16.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.200 € | 3.700 € | 4.300 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.400 € | 5.200 € | 52.800 € |
Die Stufe Berufseinstieg zeigt die Ausbildungsvergütung, nicht den Facharbeiterlohn: Sie steigt mit jedem Ausbildungsjahr und liegt in der Energiewirtschaft tariflich über dem Durchschnitt anderer Branchen. Erst die beiden folgenden Stufen zeigen das Gehalt nach bestandener Prüfung, dann meist mit Schicht- und Rufbereitschaftszulagen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Elektroniker für Betriebstechnik?
Elektroniker für Betriebstechnik halten die elektrische Versorgung eines Betriebs in Gang. Sie installieren Schaltanlagen, Verteilungen, Antriebe und Steuerungen, nehmen sie in Betrieb, messen sie durch und setzen sie instand, wenn sie ausfallen. In einem Verteilnetz kommen Arbeiten an Ortsnetzstationen, Kabelverteilerschränken, Trafostationen und an den Nieder- und Mittelspannungsleitungen dazu: schalten, erden, freimessen, Kabel muffen, Zähler setzen, Störungen suchen.
Ein großer Teil der Arbeit ist Fehlersuche. Wenn eine Anlage steht, muss in kurzer Zeit klar werden, ob es an der Zuleitung, am Schütz, am Sensor oder an der Steuerung liegt. Dafür werden Stromlaufpläne gelesen, Messgeräte angesetzt und SPS-Programme ausgelesen. Dazu kommt die wiederkehrende Prüfung ortsfester Anlagen und ortsveränderlicher Geräte nach den einschlägigen Regeln.
Wie läuft die Ausbildung ab?
Dreieinhalb Jahre dual, also im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule, dazu überbetriebliche Lehrgänge. Die ersten anderthalb Jahre sind Grundlagen: Metall- und Elektrotechnik, Messen, Schaltungen aufbauen, Sicherheitsregeln. Danach geht es in die Fachstufe mit Antriebstechnik, Automatisierung, Energieversorgung und Gebäudeinstallation. Die Abschlussprüfung ist gestreckt: Teil 1 nach etwa zwei Jahren, Teil 2 am Ende, mit einem betrieblichen Auftrag oder einer praktischen Arbeit.
Vorgeschrieben ist kein bestimmter Schulabschluss. Netzbetreiber und Industriebetriebe stellen meist mit gutem Hauptschul- oder mit Realschulabschluss ein und sehen auf Mathematik und Physik. Wer während der Ausbildung gut ist, bekommt oft die Chance auf eine Verkürzung um ein halbes Jahr.
Was der Beruf verlangt
Elektrischer Strom verzeiht keine Unaufmerksamkeit. Die fünf Sicherheitsregeln sind kein Formalismus, sondern die Grundlage jeder Arbeit an einer Anlage, und sie werden in der Ausbildung von Anfang an eingeübt. Wer hier schlampt, gefährdet sich und andere.
Die Arbeit findet nicht nur in der Werkstatt statt: Netzbaustellen liegen im Freien, Trafostationen sind eng, Anlagenräume laut und warm. Gearbeitet wird im Stehen, gebückt und auf Leitern. In der Betriebstechnik gehören Schichten und Rufbereitschaft zum späteren Berufsbild, weil eine Störung sich nicht an Bürozeiten hält. Ein Führerschein ist praktisch Pflicht, sobald die Ausbildung in den Außendienst führt.
Aussichten
Elektroniker für Betriebstechnik werden gesucht, und der Netzausbau, die Ladeinfrastruktur und die Umstellung auf erneuerbare Erzeugung halten die Nachfrage hoch. Wer die Ausbildung bei einem Netzbetreiber macht, wird in aller Regel übernommen. Danach stehen die Spezialisierung auf Schaltberechtigung, Mess- und Zählertechnik oder Automatisierung offen, außerdem der Industriemeister Elektrotechnik, der staatlich geprüfte Techniker und mit Fachhochschulreife ein Studium der Elektrotechnik. Wer die Baustelle nicht dauerhaft will, wechselt später in Planung, Arbeitsvorbereitung oder Netzleitstelle.
Aufgaben
- Elektrische Betriebsmittel, Schaltanlagen und Verteilungen montieren und anschließen
- Anlagen in Betrieb nehmen, messen, prüfen und dokumentieren
- Störungen eingrenzen, Bauteile tauschen und Anlagen wieder anfahren
- Steuerungen verdrahten, Parameter setzen und Funktionen testen
- Stromlauf-, Klemmen- und Übersichtspläne lesen und fortschreiben
- Wiederkehrende Prüfungen nach den geltenden Regeln durchführen
- Im Netzbetrieb schalten, erden, freimessen und Kabel verbinden
- Arbeitsergebnisse aufnehmen und an Kunden oder Fachabteilungen übergeben
Voraussetzungen
- Guter Hauptschul- oder Realschulabschluss, je nach Betrieb auch Fachhochschulreife
- Solide Kenntnisse in Mathematik und Physik
- Technisches Verständnis und Freude am Zerlegen und Verstehen von Geräten
- Sorgfalt und Regeltreue im Umgang mit elektrischer Spannung
- Körperliche Eignung für Arbeiten im Freien, auf Leitern und in engen Räumen
- Teamfähigkeit und Bereitschaft, im Kundenkontakt aufzutreten
- Führerschein spätestens im Verlauf der Ausbildung von Vorteil
Wo man arbeitet
- Verteilnetzbetreiber und Stadtwerke
- Industriebetriebe mit eigener Instandhaltung
- Elektroinstallations- und Anlagenbaubetriebe
- Betreiber von Gebäude- und Versorgungstechnik
- Überbetriebliche Ausbildungszentren und Berufsschulen
Der Weg in den Beruf
Duale Ausbildung über dreieinhalb Jahre im Wechsel von Betrieb, Berufsschule und überbetrieblichen Lehrgängen. Die Abschlussprüfung ist gestreckt: Teil 1 nach etwa zwei Jahren, Teil 2 am Ende der Ausbildung. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung um ein halbes Jahr üblich; anschließend stehen Meister, Techniker oder ein Studium offen.
Offene Stellen als Auszubildende Elektroniker für Betriebstechnik
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