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Handwerk & Produktion

Auszubildender zum Baugeräteführer

Baugeräteführer bedienen und warten Bagger, Raupen, Walzen, Krane und andere Baumaschinen. Die Ausbildung dauert drei Jahre und verbindet Maschinentechnik mit den Arbeitsverfahren des Bauhauptgewerbes.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Auszubildender zum Baugeräteführer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 1.080 € 1.320 € 1.600 € 15.840 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.400 € 3.900 € 40.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.000 € 4.700 € 48.000 €

Die erste Stufe ist die tarifliche Ausbildungsvergütung des Baugewerbes und nicht der Lohn eines ausgelernten Maschinisten; sie steigt von Jahr zu Jahr deutlich an. Die höheren Stufen gelten nach der Prüfung. Zusatzberechtigungen für Krane oder Großgeräte sowie Auslösung bei Montage sind darin nicht enthalten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Baugeräteführer?

Baugeräteführer steuern die großen Maschinen einer Baustelle: Hydraulikbagger, Radlader, Planierraupen, Grader, Walzen, Fertiger, Turmdrehkrane und Bohrgeräte. Sie richten das Gerät ein, prüfen es vor Arbeitsbeginn, arbeiten nach Plan und Absteckung, lösen und laden Boden, ziehen Gräben, profilieren Flächen, verdichten und heben Lasten. Moderne Maschinen arbeiten dabei mit Steuerungssystemen, die Höhen und Neigungen automatisch halten; der Umgang damit gehört heute zur Grundqualifikation.

Der zweite Teil des Berufs ist die Technik selbst: Baugeräteführer warten ihre Maschinen, wechseln Filter und Öle, prüfen Hydraulik und Fahrwerk, erkennen Verschleiß und setzen kleinere Schäden selbst instand. Dazu kommen Transportvorbereitung, Ladungssicherung und die Dokumentation von Betriebsstunden und Prüfungen.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Drei Jahre dual. Der Beruf gehört zum Bauhauptgewerbe, ist aber keine klassische Stufenausbildung: Von Anfang an stehen Maschinentechnik, Hydraulik, Elektrik und Metallbearbeitung neben den Bauverfahren. In überbetrieblichen Ausbildungszentren wird auf verschiedenen Geräten geübt, bevor auf der Baustelle gearbeitet wird. Die Zwischenprüfung liegt nach etwa der Hälfte, am Ende steht die Facharbeiterprüfung.

Eingestellt wird meist mit gutem Hauptschul- oder mit Realschulabschluss. Erwartet werden technisches Verständnis, Mathematik und Zuverlässigkeit. Der Führerschein wird während der Ausbildung erworben und ist für den Beruf unerlässlich; größere Klassen kommen später hinzu.

Was der Beruf verlangt

Ein Baugerät ist ein schweres Arbeitsmittel in einem Umfeld, in dem Menschen zu Fuß unterwegs sind. Daraus folgt die wichtigste Anforderung: Übersicht und Ruhe. Wer im Schwenkbereich nicht schaut, verletzt jemanden; wer eine Leitung nicht kennt, reißt sie auf. Konzentration über Stunden ist anspruchsvoller, als es von außen aussieht.

Die Arbeit findet im Freien statt, bei jedem Wetter, mit frühem Beginn und in der Saison mit langen Tagen. Die Kabine schützt vor Nässe, nicht vor Vibration, Lärm und einseitiger Haltung. Wartung und Instandsetzung bedeuten dagegen Arbeit mit Öl, Fett und schweren Bauteilen. Montageeinsätze mit Übernachtung außerhalb sind verbreitet, weil Geräte dorthin fahren, wo der Auftrag ist.

Aussichten

Geübte Maschinisten sind auf jeder Baustelle gefragt, und die Zahl der Absolventen ist klein. Die Übernahme nach der Ausbildung ist der Normalfall, die Nachfrage kommt aus Tiefbau, Erdbau, Spezialtiefbau, Abbruch und Recycling. Weiter geht es über Vorarbeiter und Werkpolier zum geprüften Polier oder zum Geprüften Baumaschinenmeister; auch der Wechsel in die Gerätedisposition, in den Maschinenservice eines Herstellers oder in den Kranbetrieb ist üblich. Zusatzqualifikationen für Turmdrehkrane, Mobilkrane, Bohrgeräte oder Großgeräte erhöhen den Verdienst spürbar.

Aufgaben

  • Bagger, Lader, Raupen, Walzen und Fertiger nach Plan führen
  • Geräte vor Arbeitsbeginn prüfen und einsatzbereit machen
  • Boden lösen, laden, transportieren und einbauen
  • Flächen profilieren, Höhen halten und Verdichtung herstellen
  • Maschinensteuerung mit Höhen- und Neigungsführung nutzen
  • Lasten mit Kran oder Bagger heben und sicher absetzen
  • Wartungsarbeiten durchführen und kleinere Schäden beheben
  • Transport vorbereiten, Ladung sichern und Betriebsdaten dokumentieren

Voraussetzungen

  • Guter Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss
  • Technisches Verständnis für Hydraulik, Motoren und Elektrik
  • Räumliches Vorstellungsvermögen und Gefühl für Maß und Höhe
  • Hohe Konzentrationsfähigkeit und Übersicht im Baustellenbetrieb
  • Körperliche Eignung für Wartungsarbeiten und Arbeit im Freien
  • Bereitschaft zu wechselnden Einsatzorten und Montage
  • Führerschein, der spätestens während der Ausbildung erworben wird

Wo man arbeitet

  • Tief-, Straßen- und Erdbaubetriebe
  • Spezialtiefbau- und Abbruchunternehmen
  • Baumaschinenvermieter und Gerätedienste
  • Recycling- und Gewinnungsbetriebe
  • Überbetriebliche Ausbildungszentren der Bauwirtschaft

Der Weg in den Beruf

Dreijährige duale Ausbildung im Bauhauptgewerbe mit starkem maschinentechnischem Anteil, ergänzt durch Lehrgänge in überbetrieblichen Ausbildungszentren. Zwischenprüfung nach etwa der Hälfte, am Ende die Facharbeiterprüfung. Danach führen Vorarbeiter, Werkpolier, Polier und der Geprüfte Baumaschinenmeister weiter.

Offene Stellen als Auszubildender zum Baugeräteführer

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